Sätze, die ein jeder Tipper schon gehört hat…

 

Es lohnt sich nicht, auf niedrige Wettquoten zu spielen, da man zu wenig gewinnt.

Dieser Satz ist totaler Blödsinn, da durch die Wettquote die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses widergespiegelt wird. Dies bedeutet, je niedriger die Wettquote, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wette. Im Umkehrschluss bedeutet das, je höher die zu bespielende Wettquote ist, desto niedriger die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges.

Bei kleineren Wettquoten verliert man also seinen Wetteinsatz erheblich seltener verliert.

Die sogenannten “losing streaks” (lange Verluststrähnen) sind bei geringen Wettquoten erheblich geringer und die Geduld des Wettfreundes wird weniger auf den Prüfstand gestellt.

 

Oder

 

  • Je höher die Wettquote desto besser…

Gemeint sind damit Quoten von  2,0 und aufwärts. Der klassische „Verdoppler“.

Kombinationswetten von mehreren kleinen „Favoritenquoten“ sind ebenfalls sehr beliebt.

Hierbei wird dann nicht mehr so stark auf die Gesamtquote geachtet, da die meisten Sportwetter davon ausgehen, dass die klaren Favoriten wohl kaum scheitern werden. Und darin liegt der Fehler.

Selbstverständlich erzielt man mit einer höheren Wettquote einen höheren Gewinn. Das ist selbsterklärend. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit mit dieser Wette einen Gewinn zu erzielen, deutlich geringer.

Abschließend bleibt festzuhalten:

Um erfolgreich Sportsbetting zu betreiben, gilt es diese Glaubenssätze zu ignorieren und komplett zu verbannen.

 

 Aber worauf kommt es nun wirklich an ? Ein Wort …. Value ! 

 

Die „Closing Odd“

Um langfristig einen Gewinn zu erzielen, muss man „Value-Wetten“ tätigen: sprich den Wettmarkt schlagen und eine bessere Quote platzieren, als die letzte Wettquote am Markt.

Dies verschafft dem Wetter nämlich einen Vorteil gegenüber dem Buchmacher. Somit kann man auf längere Sicht beachtliche Gewinne erzielen.

Diesen Vorgang nennt man auch das „Schlagen der Closing Odd“.

Ein  Beispiel:

Sie platzieren eine Wette auf einen Sieg von Real Madrid zu einer Wettquote von 2,10. Nun rückt der Anpfiff immer näher und kurz vor Spielbeginn wird die Pre-Game-Wettoption auch vom Markt genommen.

Nun vergleichen Sie Ihre Wettquote mit der letzten Wettquote auf dem Wettmarkt (der sog. „Closing Odd“) auf Portalen wie z.B. Oddsportal oder Betbrain.

 

Sofern die Wettquote der „Closing Odd“ nun niedriger ist als Ihre gespielte Wettquote, spricht man von einer  guten Wette.

Falls Ihre Wettquote niedriger ist als die „Closing Odd“ am Wettmarkt, spricht man von einer schlechten Wette.

 

Ihre Wettquote 2,10             >          Closing Odd 1,90      >          gute Wette

Ihre Wettquote 2,10              >          Closing Odd 2,30      >          schlechte Wette

 

Formel zur Berechnung des Values einer Wette:

Ihre Wettquote dividiert durch die Closing Odd, multipliziert mit 100 und subtrahiert mit 100.

 

2,10 / 1,90 x ( 100) – 100 = 1,105 

1,105 x 100              = 110,52

110,52 – 100            = +10,52 Value

 

Um den durchschnittlichen Value pro Wette zu berechnen, addieren Sie alle Value Werte und dividieren diese durch die Anzahl der Wetten.

Würden Sie solche Value Wetten langfristig tätigen, ist es mathematisch unmöglich einen Verlust zu erzielen.

 

 

Die Closing Odd nicht zu schlagen, bedeutet nicht automatisch Verlust

Dies kann mehrere Ursachen haben. Das wahrscheinlichste Szenario ist jedoch, dass Ihre gespielten Wetten nicht gut genug sind. Jedoch können auch andere Gründe ursächlich:

 

  • Sie platzieren Wetten in einer Sportart oder Liga mit sehr niedrigem Wettlimit.

Große Wettsyndikate müssen auf relativ hohe Einsätze kommen, damit sich der Aufwand für Sie auch lohnt.

Dies kann zur Folge haben, dass diese beispielsweise in bestimmten Wettbewerben gar nicht erst aktiv sind.

Dadurch ist in diesen Fällen die Closing Odd nicht sonderlich aussagekräftig.

Merke: Je höher die Wettlimits am Wettmarkt, desto aussagekräftiger ist die Closing Odd als Referenz.

 

  • Insiderinfos

Beispielsweise könnten Sie ja über Insiderinformationen verfügen. Diese würden dann die Closing Odd in den Schatten stellen.

An dieser Stelle gehen wir aber davon erst einmal nicht aus.

 

Die Closing Odd ist jedoch nicht in jedem Fall relevant

Beispielsweise können Sie eine super Value Wette platziert haben aber kurz vor Spielbeginn verletzt sich der Top Star einer Mannschaft oder die Trainierentscheidung lautet, eine B-Elf auf den Platz zu schicken.

Das wirkt sich wiederrum umgehend auf die Wettquote aus.

Jedoch können sich diese Geschehnisse sowohl negativ als auch positiv auswirken. Und nach einer Vielzahl von Wetten gleicht sich dies langfristig aus.

Lassen Sie sich also von kurzfristigen Zufällen nicht verunsichern !